Reichweite ist die am leichtesten zu kaufende und am wenigsten aussagekräftige Kennzahl im Influencer-Marketing. Entscheidend sind Interaktionsrate, Passgenauigkeit der Zielgruppe und die Frage, ob die Follower echt sind. Ein Account mit 15.000 engagierten Followern aus Ihrer Region liefert regelmäßig mehr als einer mit 300.000 gekauften. Und rechtlich gilt: Fehlende oder versteckte Werbekennzeichnung ist abmahnfähig – auch für Sie als Auftraggeber.
Orientierungswerte für den deutschen Markt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt vom Umfang ab – die verbindliche Zahl steht im Angebot des Anbieters.
| Leistung | Preisspanne | Wofür |
|---|---|---|
| Nano (1.000 – 10.000 Follower) | 50 – 300 € oder Produktgabe | Hohe Interaktion, oft sehr spezifische Zielgruppe. |
| Micro (10.000 – 50.000) | 100 – 800 € je Beitrag | Für viele Mittelständler das beste Verhältnis von Aufwand und Wirkung. |
| Mid-Tier (50.000 – 100.000) | 500 – 2.000 € je Beitrag | Breitere Reichweite, meist professionellere Abwicklung. |
| Macro (ab 100.000) | 1.000 – 5.000 € je Beitrag | Agenturvermittlung üblich, längere Vorlaufzeiten. |
| Längerfristige Zusammenarbeit | 20 – 40 % Nachlass | Mehrere Beiträge über Monate, meist wirksamer als Einzelkooperationen. |
Hinweis: Preise schwanken stark nach Branche und Plattform. Lassen Sie sich vor jeder Zusage die Zahlen aus dem Analysebereich des Accounts zeigen – Reichweite, Interaktionsrate und Herkunft der Follower. Ohne diese Daten ist kein Honorar bewertbar.
Von der Auswahl bis zur Veröffentlichung vergehen üblicherweise drei bis acht Wochen, bei größeren Accounts mit Agenturanbindung länger. Kalkulieren Sie Zeit für Briefing, Produktversand und Freigabeschleifen ein.
Fünf Fragen, die Angebote vergleichbar machen – und teure Überraschungen vermeiden.
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Die Anbieter melden sich mit ihren Angeboten. Sie vergleichen und wählen das beste aus.
Bezahlte oder anderweitig vergütete Beiträge – auch bei kostenloser Produktgabe – müssen klar und am Anfang des Beitrags als Werbung oder Anzeige erkennbar sein. Die Plattform-Funktion „bezahlte Partnerschaft" allein wurde von deutschen Gerichten nicht durchgängig als ausreichend angesehen. Halten Sie die Kennzeichnungspflicht im Vertrag fest und lassen Sie die Umsetzung im Zweifel rechtlich prüfen.
Häufig ja, gemessen an Kosten je erreichter Person und an der Interaktionsrate. Micro-Influencer haben engere Bindung zu ihrer Community und wirken glaubwürdiger. Für Bekanntheit in der Breite braucht es dagegen Reichweite – die Wahl hängt vom Ziel ab, nicht von einer Regel.
An einem Missverhältnis von Followerzahl zu Kommentaren und Likes, an sprunghaftem Followerwachstum ohne erklärenden Anlass, an Kommentaren ohne Bezug zum Inhalt und an einer Followerherkunft, die nicht zur Sprache der Beiträge passt. Lassen Sie sich die Herkunftsverteilung aus dem Analysebereich zeigen.
Über individuelle Rabattcodes oder eigene Verlinkungen je Creator. Ohne diese Zuordnung sehen Sie nur Reichweite, aber keinen Beitrag zum Umsatz. Vereinbaren Sie außerdem, dass Sie nach der Veröffentlichung Zugriff auf die Zugriffszahlen des Beitrags erhalten.
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