Affiliate-Marketing klingt nach einem Kanal ohne Risiko – Sie zahlen nur bei Erfolg. In der Praxis liegt der Aufwand woanders: bei der Betreuung der Partner und bei der Frage, ob ein Verkauf wirklich durch den Partner entstanden ist. Gutscheinportale und Erweiterungen im Browser greifen häufig Verkäufe ab, die ohnehin zustande gekommen wären. Ohne saubere Regeln zahlen Sie Provision für Umsatz, den Sie sowieso gehabt hätten.
Orientierungswerte für den deutschen Markt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt vom Umfang ab – die verbindliche Zahl steht im Angebot des Anbieters.
| Leistung | Preisspanne | Wofür |
|---|---|---|
| Provision Handel | 5 – 15 % vom Nettoumsatz | Abhängig von Marge und Warengruppe. |
| Provision digitale Produkte | 20 – 50 % | Höher, weil kaum Stückkosten entstehen. |
| Provision je Kontakt | 2 – 50 € je Anfrage | Bei Dienstleistungen ohne direkten Online-Abschluss. |
| Netzwerkgebühr | 20 – 30 % der ausgezahlten Provision | Für Abwicklung, Tracking und Partnerzugang. |
| Einrichtung im Netzwerk | 500 – 3.000 € einmalig | Anbindung, Werbemittel, Programmbedingungen. |
Hinweis: Rechnen Sie vorab, ob Ihre Marge die Provision plus Netzwerkgebühr trägt. Bei 10 % Provision und 30 % Netzwerkaufschlag kostet Sie ein Verkauf effektiv 13 % des Umsatzes – bei dünnen Margen im Handel ist das schnell zu viel.
Einrichtung und Anbindung dauern vier bis acht Wochen. Bis ein Programm nennenswerten Umsatz liefert, vergehen sechs bis zwölf Monate – Partner müssen erst gewonnen und aktiviert werden.
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Ein Netzwerk bringt Zugang zu vorhandenen Partnern, übernimmt Abrechnung und Tracking, kostet aber 20–30 % Aufschlag auf jede Provision. Ein eigenes Programm ist günstiger im Betrieb, verlangt aber, dass Sie Partner selbst gewinnen und Auszahlungen selbst abwickeln. Für den Start ist das Netzwerk meist der praktikablere Weg.
So hoch, dass sie für Partner attraktiv ist, und so niedrig, dass Ihre Marge sie trägt. Im Handel sind 5–15 % üblich, bei digitalen Produkten deutlich mehr. Rechnen Sie die Netzwerkgebühr mit ein und prüfen Sie, was Wettbewerber zahlen – Partner vergleichen das.
Ja. Wer für einen Link eine Provision erhält, betreibt Werbung und muss das kennzeichnen. Die Verantwortung liegt zunächst beim Partner, kann aber auf den Auftraggeber zurückfallen. Nehmen Sie die Kennzeichnungspflicht ausdrücklich in Ihre Programmbedingungen auf.
Fast immer an fehlender Betreuung. Ein Programm wird eingerichtet, ein paar Banner hinterlegt – und dann passiert nichts, weil niemand Partner anspricht, Material aktualisiert oder Fragen beantwortet. Affiliate ist kein selbstlaufender Kanal, sondern Partnerbetreuung mit erfolgsabhängiger Vergütung.
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