E-Mail-Marketing hat ein Verhältnis von Kosten zu Wirkung, das kein anderer Kanal erreicht – die Empfänger gehören Ihnen, kein Algorithmus steht dazwischen. Genau deshalb ist die Rechtslage streng: Ohne nachweisbare Einwilligung ist der Versand ein Wettbewerbsverstoß, und die Beweislast liegt bei Ihnen. Eine sauber protokollierte Anmeldung ist deshalb keine Formalie, sondern die Grundlage des Kanals.
Orientierungswerte für den deutschen Markt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt vom Umfang ab – die verbindliche Zahl steht im Angebot des Anbieters.
| Leistung | Preisspanne | Wofür |
|---|---|---|
| Versandwerkzeug klein | 10 – 50 € / Monat | Bis wenige tausend Empfänger, Standardvorlagen. |
| Versandwerkzeug mit Automatisierung | 50 – 300 € / Monat | Verhaltensbasierte Strecken, Segmentierung, Auswertung. |
| Vorlagengestaltung einmalig | 800 – 3.000 € | An Ihr Erscheinungsbild angepasst, auf allen Programmen getestet. |
| Laufende Betreuung | 500 – 3.000 € / Monat | Redaktionsplanung, Texte, Versand, Auswertung. |
| Automatisierte Strecke einrichten | 1.500 – 8.000 € | Etwa Willkommens-, Nachfass- oder Rückgewinnungsstrecke. |
Hinweis: Achten Sie beim Werkzeug auf den Serverstandort und darauf, ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag angeboten wird. Bei Anbietern außerhalb der EU muss zusätzlich der Drittlandtransfer dokumentiert werden.
Einrichtung mit Vorlage und Anmeldeprozess dauert zwei bis vier Wochen. Eine automatisierte Strecke braucht zusätzlich drei bis sechs Wochen. Aussagekräftige Zahlen liegen nach etwa fünf bis zehn Versänden vor.
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Beim Double-Opt-in bestätigt der Empfänger seine Anmeldung über einen Link in einer separaten E-Mail. Gesetzlich ausdrücklich vorgeschrieben ist das Verfahren nicht, es ist aber der etablierte Weg, um die Einwilligung nachzuweisen – und die Beweislast liegt bei Ihnen. Ohne Protokollierung von Zeitpunkt, IP-Adresse und Bestätigung stehen Sie im Streitfall schlecht da.
In engen Grenzen ja. § 7 UWG erlaubt Werbung für eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen an Bestandskunden, wenn die Adresse beim Verkauf erhoben wurde, bei jeder Verwendung auf das Widerspruchsrecht hingewiesen wird und der Kunde nicht widersprochen hat. Die Bedingungen müssen alle erfüllt sein – lassen Sie das im Zweifel prüfen.
Im deutschen B2B-Bereich sind 20–35 % üblich, im Handel eher 15–25 %. Die Zahl ist allerdings unzuverlässig geworden, seit einige E-Mail-Programme Bilder vorab laden und dadurch Öffnungen melden, die keine sind. Aussagekräftiger sind Klickrate, Abmelderate und die Zahl der daraus entstandenen Anfragen.
Regelmäßig und angekündigt. Einmal im Monat ist für die meisten Unternehmen ein guter Rhythmus – häufiger nur, wenn Sie tatsächlich Relevantes zu sagen haben. Der häufigste Abmeldegrund ist nicht zu seltener Versand, sondern zu häufiger ohne erkennbaren Nutzen.
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