Ein Unternehmenspodcast scheitert fast nie an der Tonqualität und fast immer am Durchhalten. Die ersten fünf Folgen entstehen mit Begeisterung, ab Folge zehn wird die Terminfindung mit Gästen zur Belastung, und nach Folge fünfzehn schläft das Format ein. Bevor Sie in Technik investieren, klären Sie deshalb die unbequeme Frage: Wer produziert Folge dreißig, und wann im Kalender steht die Aufnahme?
Orientierungswerte für den deutschen Markt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt vom Umfang ab – die verbindliche Zahl steht im Angebot des Anbieters.
| Leistung | Preisspanne | Wofür |
|---|---|---|
| Schnitt und Nachbearbeitung je Folge | 300 – 800 € | Störgeräusche entfernen, Pausen kürzen, Lautheit angleichen, Vor- und Abspann. |
| Vollproduktion je Folge | 800 – 2.500 € | Zusätzlich Konzept, Gästebetreuung, Aufnahmeleitung, Beschreibungstexte. |
| Studiomiete | 80 – 250 € je Stunde | Mit Technik und Betreuung; für Gästeformate meist sinnvoll. |
| Vertonung von Vor- und Abspann | 300 – 1.500 € | Einmalig; Musik mit geklärter Lizenz und professionelle Stimme. |
| Ausstattung für Eigenproduktion | 400 – 2.000 € | Mikrofone, Audiointerface, Kopfhörer, Aufnahmeprogramm. |
Hinweis: Die Ausstattung ist die kleinste Position. Der eigentliche Aufwand liegt in Vorbereitung, Gästeakquise und Kontinuität – Positionen, die in Angeboten selten auftauchen, aber über Erfolg oder Abbruch entscheiden.
Eine Aufnahme dauert ein bis zwei Stunden, die Nachbearbeitung ein bis zwei Werktage. Für den Start eines Formats mit Konzept, Vertonung und Einrichtung des Hostings rechnen Sie mit vier bis sechs Wochen.
Fünf Fragen, die Angebote vergleichbar machen – und teure Überraschungen vermeiden.
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Wenn Sie ein erklärungsbedürftiges Angebot haben und über echtes Fachwissen verfügen, ja – als Vertrauensaufbau bei langen Entscheidungswegen. Als Reichweitenkanal taugt er selten: Der Markt ist voll, und Wachstum kommt fast ausschließlich über Empfehlung. Rechnen Sie mit einem kleinen, aber sehr relevanten Publikum.
Für Gästeformate ist ein Studio den Aufwand meist wert, weil Technik und Betreuung gestellt werden und die Aufnahme zuverlässig gelingt. Für Solofolgen genügt eine gute Ausstattung im eigenen Büro – wichtiger als das Mikrofon ist ein Raum ohne Hall. Ein Teppich und gefüllte Regale bringen mehr als teure Technik.
Verlässlich ist wichtiger als häufig. Alle zwei Wochen zu einem festen Termin funktioniert für die meisten Unternehmen besser als wöchentlich mit Aussetzern. Planen Sie vor dem Start drei bis fünf Folgen vor, damit Sie einen Puffer haben, wenn ein Termin ausfällt.
Über die eigenen Kanäle, über Gäste, die ihre Folge teilen, über Erwähnungen in anderen Podcasts und über eine Textfassung auf der eigenen Website. Verzeichnisse wie Spotify und Apple Podcasts liefern kaum von selbst Hörer – die Entdeckung findet dort deutlich seltener statt als bei Videoplattformen.
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