Der Unterschied zwischen Korrektorat und Lektorat wird beim Beauftragen regelmäßig übersehen – und ist der häufigste Grund für Enttäuschung. Wer ein Korrektorat bestellt und stilistische Verbesserungen erwartet, bekommt eine fehlerfreie Fassung desselben schwerfälligen Textes. Klären Sie deshalb vorab, ob Sie Fehler beseitigen oder den Text besser machen wollen. Für einen Geschäftsbericht ist das eine andere Antwort als für eine Dissertation.
Orientierungswerte für den deutschen Markt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt vom Umfang ab – die verbindliche Zahl steht im Angebot des Anbieters.
| Leistung | Preisspanne | Wofür |
|---|---|---|
| Korrektorat | 3 – 6 € je Normseite | Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung, Trennung. |
| Lektorat | 5 – 12 € je Normseite | Zusätzlich Stil, Verständlichkeit, Aufbau, Wiederholungen. |
| Fachlektorat | 8 – 20 € je Normseite | Fachliche Prüfung durch jemanden aus dem Sachgebiet. |
| Wissenschaftliches Lektorat | 5 – 15 € je Normseite | Zitierweise, Quellenformalia, Aufbau der Argumentation. |
| Stundensatz | 40 – 80 € | Bei sehr uneinheitlichen Texten oder umfangreicher Überarbeitung. |
Hinweis: Eine Normseite entspricht 1.500 Zeichen inklusive Leerzeichen, nicht einer Seite in Ihrem Textprogramm. Lassen Sie sich vor Beauftragung die Zeichenzahl Ihres Dokuments ausrechnen – sonst weichen Angebot und Rechnung deutlich voneinander ab.
Ein geübter Lektor bearbeitet etwa 20 bis 40 Normseiten pro Tag. Für ein Buchmanuskript sind zwei bis sechs Wochen realistisch, für einen Geschäftsbericht wenige Tage. Eilaufträge werden meist mit 20–50 % Aufschlag berechnet.
Fünf Fragen, die Angebote vergleichbar machen – und teure Überraschungen vermeiden.
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Ein Korrektorat beseitigt Fehler in Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung – der Text bleibt inhaltlich und stilistisch unverändert. Ein Lektorat greift darüber hinaus in Stil, Satzbau, Aufbau und Verständlichkeit ein und weist auf inhaltliche Unstimmigkeiten hin. Das Lektorat kostet entsprechend mehr und verändert den Text sichtbar.
Eine Normseite umfasst 1.500 Zeichen inklusive Leerzeichen. Das entspricht deutlich weniger als einer beschriebenen A4-Seite in üblicher Formatierung. Ein 40-seitiges Dokument kann daher 60 oder mehr Normseiten umfassen. Lassen Sie die Zeichenzahl vor Angebotsstellung ermitteln.
Sie findet offensichtliche Tippfehler und einen Teil der Grammatikfehler. Was sie nicht erkennt: falsch verwendete, aber korrekt geschriebene Wörter, uneinheitliche Schreibweisen, missverständliche Bezüge, unpassenden Ton und inhaltliche Widersprüche. Bei Texten mit Außenwirkung ist ein menschlicher Blick weiterhin sinnvoll.
Ja, in klar abgegrenztem Rahmen. Zulässig sind sprachliche Korrektur und formale Prüfung der Zitierweise. Nicht zulässig ist inhaltliche Mitarbeit oder das Umschreiben von Argumentationen – das wäre ein Verstoß gegen die Prüfungsordnung. Seriöse Anbieter kennen diese Grenze und dokumentieren ihre Eingriffe entsprechend.
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