Bei der Fotografie zahlen Sie zwei Dinge getrennt: die Arbeit und das Recht, die Bilder zu nutzen. Das überrascht viele Auftraggeber, ist aber Branchenstandard und in den Vergütungsregeln der Branche abgebildet. Ein Bild für die Website ist günstiger als dasselbe Bild für eine bundesweite Anzeigenkampagne. Wer Nutzungsrechte nicht vorab klärt, zahlt später nach – oder darf das Bild nicht verwenden.
Orientierungswerte für den deutschen Markt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt vom Umfang ab – die verbindliche Zahl steht im Angebot des Anbieters.
| Leistung | Preisspanne | Wofür |
|---|---|---|
| Tagessatz | 600 – 2.000 € | Je nach Erfahrung, Ausrüstung und Aufwand; Assistenz kommt hinzu. |
| Halber Tag | 400 – 1.200 € | Üblich für Mitarbeiterporträts oder kleinere Aufträge. |
| Einzelbild bearbeitet | 80 – 200 € | Verbreitet bei Produktaufnahmen mit vielen Artikeln. |
| Nutzungsrechte | 20 – 100 % Aufschlag | Abhängig von Medium, Dauer und Verbreitungsgebiet. |
| Bildbearbeitung aufwendig | 30 – 150 € je Bild | Freistellen, Retusche, Zusammensetzung mehrerer Aufnahmen. |
Hinweis: Klären Sie vor der Beauftragung schriftlich: welche Medien, welcher Zeitraum, welches Gebiet, und ob Sie die Bilder bearbeiten oder an Dritte weitergeben dürfen. Diese vier Punkte bestimmen den Preis stärker als der Tagessatz.
Der Aufnahmetermin dauert je nach Umfang wenige Stunden bis einen Tag. Die Bearbeitung nimmt üblicherweise ein bis drei Wochen in Anspruch, bei aufwendiger Retusche länger.
Fünf Fragen, die Angebote vergleichbar machen – und teure Überraschungen vermeiden.
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Weil das Urheberrecht beim Fotografen verbleibt und er Ihnen Nutzungsrechte einräumt – abgestuft nach Umfang. Ein Bild für Ihre Website hat einen anderen Wert als dasselbe Bild auf Plakaten in mehreren Städten. Dieses Modell ist Branchenstandard und in den Vergütungsregeln für Bildhonorare abgebildet.
In der Regel nicht. Rohdateien sind unbearbeitetes Ausgangsmaterial, und die Bearbeitung gehört zur Handschrift des Fotografen. Manche geben sie gegen Aufpreis heraus, viele grundsätzlich nicht. Wenn Sie sie brauchen, verhandeln Sie das vor der Beauftragung.
Sie benötigen eine schriftliche, freiwillige Einwilligung in Aufnahme und Veröffentlichung, mit Angabe der geplanten Verwendung. Die Einwilligung ist widerruflich – planen Sie ein, dass Bilder ausgeschiedener Mitarbeitender entfernt werden müssen. Das gilt gleichermaßen für Website, Broschüre und soziale Netzwerke.
Für Hintergründe und allgemeine Motive ja, bei Kosten von wenigen Euro je Bild. Für alles, was Ihr Unternehmen zeigen soll – Team, Räume, Produkte, Arbeitsabläufe – nicht: Dieselben Stockmotive erscheinen bei Wettbewerbern, und Besucher erkennen das. Gerade auf der Über-uns-Seite sind eigene Bilder der wirksamste Vertrauensfaktor.
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