Hosting und Wartung sind die Positionen, an denen am häufigsten gespart wird – und an denen Sparen am teuersten wird. Ein Ausfall am Tag einer Kampagne oder ein Datenverlust ohne funktionierende Sicherung kostet mehr als die Ersparnis mehrerer Jahre. Entscheidend ist nicht der Monatspreis, sondern was im Ernstfall vertraglich zugesichert ist.
Orientierungswerte für den deutschen Markt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt vom Umfang ab – die verbindliche Zahl steht im Angebot des Anbieters.
| Leistung | Preisspanne | Wofür |
|---|---|---|
| Gemeinsam genutztes Hosting | 5 – 30 € / Monat | Für Standard-Websites ausreichend, Leistung wird mit anderen Kunden geteilt. |
| Verwaltetes Hosting | 30 – 200 € / Monat | Anbieter kümmert sich um Serverpflege, Zwischenspeicher und Sicherungen. |
| Eigener Server | ab 50 € / Monat | Volle Kontrolle, erfordert eigene Administration oder einen Dienstleister dafür. |
| Wartungsvertrag klein | 50 – 120 € / Monat | Updates, Sicherungen, Überwachung der Erreichbarkeit. |
| Wartungsvertrag mit Servicezeit | 150 – 300 € / Monat | Zusätzlich zugesicherte Reaktionszeit und ein Kontingent für Änderungen. |
Hinweis: Achten Sie bei deutschen Kunden auf den Serverstandort. Hosting innerhalb der EU vereinfacht die datenschutzrechtliche Dokumentation erheblich; ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter ist in jedem Fall erforderlich.
Ein Umzug auf neues Hosting dauert wenige Stunden bis zwei Tage, dazu kommt die Umstellung der Domain-Einträge. Planen Sie den Wechsel außerhalb wichtiger Kampagnen und behalten Sie das alte Hosting einige Tage parallel.
Fünf Fragen, die Angebote vergleichbar machen – und teure Überraschungen vermeiden.
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Regelmäßige Updates mit dokumentiertem Zeitfenster, tägliche externe Sicherung, Überwachung der Erreichbarkeit, Verwaltung des Sicherheitszertifikats und eine benannte Reaktionszeit im Störfall. Ohne zugesicherte Reaktionszeit ist der Vertrag im Ernstfall wenig wert.
Meist nur eingeschränkt. Viele Anbieter sichern täglich, halten die Sicherungen aber nur wenige Tage vor und speichern sie in derselben Umgebung. Wird ein Schadcode erst nach zwei Wochen bemerkt, ist keine saubere Version mehr verfügbar. Eine zusätzliche externe Sicherung ist sinnvoll.
Rechtlich vorgeschrieben ist das nicht. Ein Standort in der EU vereinfacht die Dokumentation aber erheblich, weil kein Drittlandtransfer begründet werden muss. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Hoster ist unabhängig vom Standort Pflicht.
Achten Sie auf die Zeit bis zum ersten Byte. Liegt sie dauerhaft über etwa 600 Millisekunden, ist meist der Server die Ursache und nicht die Website. Ein Wechsel auf verwaltetes Hosting bringt dann mehr als weitere Optimierung im Frontend.
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