Beim Onlineshop ist die Erstellung der kleinere Teil der Rechnung. Entscheidend sind die laufenden Kosten: Transaktionsgebühren, Erweiterungen, Retourenabwicklung und die rechtlichen Pflichten, die im deutschen Fernabsatz deutlich strenger sind als in vielen anderen Ländern. Ein Shop, der die Preisangabenverordnung oder die Widerrufsbelehrung falsch umsetzt, ist abmahnfähig – und das trifft den Betreiber, nicht die Agentur.
Orientierungswerte für den deutschen Markt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt vom Umfang ab – die verbindliche Zahl steht im Angebot des Anbieters.
| Leistung | Preisspanne | Wofür |
|---|---|---|
| Shopify-Shop | 3.000 – 8.000 € | Schneller Start, geringes technisches Risiko, dafür monatliche Gebühr und Transaktionskosten. |
| WooCommerce (WordPress) | 3.000 – 10.000 € | Volle Kontrolle über Daten und Erweiterungen, dafür mehr Wartungsaufwand. |
| Shopware | 15.000 – 60.000 € | Für größere Sortimente, B2B-Preislogik und Anbindung an Warenwirtschaft. |
| Laufende Systemkosten | 30 – 300 € / Monat | Shopify-Tarif oder Hosting, Erweiterungen, Sicherheitszertifikat. |
| Zahlungsgebühren | 1 – 3 % je Transaktion | Je nach Anbieter und Zahlungsart; PayPal und Kreditkarte liegen über Lastschrift. |
Hinweis: Rechnen Sie vor der Systementscheidung drei Jahre durch, nicht nur die Erstellung. Ein günstiger Shop mit hohen Transaktionsgebühren kann bei wachsendem Umsatz teurer werden als ein teureres System mit Pauschalkosten.
Ein Standard-Shop mit überschaubarem Sortiment steht in vier bis acht Wochen. Der Zeitfresser sind fast immer die Produktdaten: Fotos, Beschreibungen, Varianten und Versandgewichte. Wer die vorbereitet hat, halbiert die Projektlaufzeit.
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Shopify nimmt Ihnen Technik ab und ist schnell startklar, kostet aber monatlich und bindet Sie an das System. WooCommerce gehört Ihnen vollständig und hat keine Transaktionsgebühren, verlangt dafür regelmäßige Wartung. Faustregel: unter 50 Artikeln und ohne eigene IT eher Shopify, bei Sonderanforderungen oder Datenhoheit eher WooCommerce.
Unter anderem Impressum, vollständige Widerrufsbelehrung mit Muster-Widerrufsformular, AGB, Datenschutzerklärung, Angabe von Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer und Versandkosten, Grundpreise bei bestimmten Waren sowie die Bestellbestätigung. Fehler sind abmahnfähig. Lassen Sie die Texte anwaltlich prüfen – die Kosten dafür liegen deutlich unter einer Abmahnung.
Neben Systemkosten von 30–300 € monatlich fallen Zahlungsgebühren von 1–3 % je Transaktion an, dazu Retourenbearbeitung, Fotos für neue Artikel und Werbekosten. Kalkulieren Sie diese Positionen in Ihre Marge ein, bevor Sie Verkaufspreise festlegen.
Nicht über SEO in den ersten Monaten – neue Shop-Domains ranken für Produktsuchen praktisch nicht. Realistisch sind zu Beginn bezahlte Anzeigen, Marktplätze wie Amazon oder eBay als Zweitkanal und der eigene Bestandskundenkreis. Suchmaschinenoptimierung wirkt ab etwa sechs bis zwölf Monaten.
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