Webentwicklung fängt dort an, wo ein Baukasten aufhört: bei Kundenportalen, Buchungssystemen, Schnittstellen zur Warenwirtschaft oder Anwendungen, die es so noch nicht gibt. Der Unterschied zum Webdesign ist wesentlich – hier zahlen Sie nicht für Gestaltung, sondern für Logik, die dauerhaft gewartet werden muss. Genau deshalb entscheidet die Wartbarkeit über die Gesamtkosten, nicht der Angebotspreis.
Orientierungswerte für den deutschen Markt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt vom Umfang ab – die verbindliche Zahl steht im Angebot des Anbieters.
| Leistung | Preisspanne | Wofür |
|---|---|---|
| Stundensatz Freelancer | 80 – 150 € | Je nach Erfahrung und Technologie; spezialisierte Backend-Entwickler liegen am oberen Ende. |
| Stundensatz Agentur | 100 – 180 € | Enthält meist Projektleitung, Qualitätssicherung und Vertretung im Krankheitsfall. |
| Kleinere Webanwendung | ab ca. 8.000 € | Zum Beispiel ein Kundenbereich mit Login, Datenverwaltung und Rollenkonzept. |
| Schnittstelle zu Fremdsystem | 2.000 – 15.000 € | Hängt stark davon ab, wie gut das Zielsystem dokumentiert ist. |
| Wartung und Weiterentwicklung | 10 – 20 % der Projektsumme p. a. | Sicherheits-Updates, Anpassungen an neue Browser- und Server-Versionen. |
Hinweis: Bei individueller Entwicklung sind Festpreise nur bei sehr eng beschriebenem Umfang sinnvoll. Üblich und meist günstiger ist eine Abrechnung nach Aufwand mit vereinbartem Budgetdeckel und regelmäßiger Zwischenabnahme.
Eine überschaubare Anwendung braucht acht bis sechzehn Wochen. Realistisch planen Sie zusätzlich Zeit für Ihre eigenen Rückmeldungen ein – Entwicklungsprojekte verzögern sich häufiger durch offene Entscheidungen auf Kundenseite als durch die Programmierung selbst.
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Webdesign gestaltet, wie eine Seite aussieht und sich bedienen lässt. Webentwicklung programmiert, was dahinter passiert – Datenbanken, Benutzerkonten, Berechnungen, Schnittstellen. Kleine Projekte übernimmt oft eine Person für beides, ab einer gewissen Größe sind es getrennte Rollen mit unterschiedlichen Stundensätzen.
Ein Festpreis ist sinnvoll, wenn der Umfang vollständig beschrieben ist. Bei individueller Entwicklung ist er es selten: Anbieter kalkulieren dann einen Risikoaufschlag von 20–40 % ein, und jede Änderung wird zur Nachverhandlung. Abrechnung nach Aufwand mit Budgetdeckel und wöchentlicher Transparenz ist in der Praxis meist günstiger.
Das muss im Vertrag stehen. Üblich ist die Übertragung ausschließlicher Nutzungsrechte an den Auftraggeber nach vollständiger Bezahlung. Achten Sie darauf, dass verwendete Open-Source-Bibliotheken benannt werden – deren Lizenzen gelten weiter und können Ihre Nutzung einschränken.
Bitten Sie um Zugriff auf ein bestehendes Repository oder um einen Code-Ausschnitt. Achten Sie darauf, ob es aussagekräftige Commit-Nachrichten, Tests und eine Datei zur Einrichtung gibt. Wer sauber arbeitet, zeigt das gerne. Wer ausweicht, hat meist einen Grund.
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