Die Visitenkarte ist das kleinste Format im Erscheinungsbild und das mit dem größten Fehlerpotenzial. Auf 85 mal 55 Millimetern rächt sich jede Unentschlossenheit: zu viele Angaben, zu kleine Schrift, ein Logo, das in dieser Größe nicht mehr lesbar ist. Wer eine gute Visitenkarte hinbekommt, hat meist auch ein tragfähiges Erscheinungsbild – das Format ist ein guter Prüfstein.
Orientierungswerte für den deutschen Markt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt vom Umfang ab – die verbindliche Zahl steht im Angebot des Anbieters.
| Leistung | Preisspanne | Wofür |
|---|---|---|
| Gestaltung Standard | 150 – 350 € | Auf Basis eines vorhandenen Erscheinungsbilds. |
| Gestaltung mit Konzept | 350 – 600 € | Wenn Logo und Gestaltungsvorgaben erst entwickelt werden. |
| Druck 250 Stück | 30 – 80 € | Standardkarton, beidseitig farbig. |
| Druck mit Veredelung | 80 – 250 € je 250 Stück | Prägung, Folienkaschierung, Farbschnitt, besonderes Papier. |
| Mehrere Personen | 20 – 50 € Aufpreis je Variante | Gleiche Gestaltung, unterschiedliche Angaben. |
Hinweis: Bei mehreren Mitarbeitenden lohnt eine Vorlage, in die Namen und Kontaktdaten eingesetzt werden. Klären Sie vorab, ob Sie diese Vorlage erhalten – sonst zahlen Sie bei jeder neuen Person erneut für die Gestaltung.
Die Gestaltung dauert wenige Tage bis zwei Wochen. Der Druck benötigt zwei bis sieben Werktage, bei Veredelung länger. Insgesamt sollten Sie zwei bis drei Wochen einplanen.
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Die Anbieter melden sich mit ihren Angeboten. Sie vergleichen und wählen das beste aus.
Name, Funktion, Unternehmen, Mobilnummer, E-Mail-Adresse und Website. Alles Weitere ist meist verzichtbar: Festnetz zusätzlich zum Mobiltelefon, mehrere Adressen, Faxnummern und eine Aufzählung sämtlicher Leistungen. Was Sie weglassen, macht das Wichtige lesbarer.
Für die meisten Menschen reichen 250 Stück für ein bis zwei Jahre. Größere Auflagen sind je Stück billiger, werden aber häufig durch geänderte Telefonnummern, Titel oder Adressen wertlos. Drucken Sie lieber öfter kleine Mengen als einmal 2.000 Stück, die im Schrank veralten.
Die Haptik wird stärker wahrgenommen als die Gestaltung – eine Karte auf schwerem Naturpapier bleibt eher in Erinnerung als eine auf dünnem Standardkarton. Der Aufpreis liegt bei kleinen Auflagen im zweistelligen Bereich. Bei Berufen, in denen Sie viele Karten übergeben, ist das gut investiert.
In Deutschland ja, besonders bei Handwerk, Beratung, Handel und im Messekontext. Digitale Alternativen wie QR-Codes ergänzen sinnvoll, ersetzen die Karte aber selten vollständig – eine Karte in der Hand wird verlässlicher aufbewahrt als ein Kontakt, den jemand am Stand einscannen soll.
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