Beim Logo bezahlen Sie nicht die Zeichnung, sondern die Vorarbeit: Wettbewerbsanalyse, Positionierung, Verwerfen von Entwürfen und die Prüfung, ob das Zeichen in allen Größen und Anwendungen funktioniert. Deshalb liegen zwischen einem Logo für 30 € aus einem Portal und einem für 3.000 € nicht nur Geschmacksfragen, sondern die Frage, ob Sie es in fünf Jahren noch verwenden können – und ob Sie es überhaupt schützen dürfen.
Orientierungswerte für den deutschen Markt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt vom Umfang ab – die verbindliche Zahl steht im Angebot des Anbieters.
| Leistung | Preisspanne | Wofür |
|---|---|---|
| Portal / Vorlagengenerator | 30 – 300 € | Schnell und billig; Verwechslungsgefahr hoch, Markenschutz meist ausgeschlossen. |
| Freelancer | 700 – 3.500 € | Mehrere Entwürfe, Korrekturschleifen, Dateien in allen benötigten Formaten. |
| Agentur mit Recherche | ab 2.500 € | Wettbewerbsanalyse und Positionierung fließen in die Gestaltung ein. |
| Corporate Design komplett | 3.000 – 8.000 € | Logo, Farbwelt, Schriften, Geschäftsausstattung, Gestaltungsrichtlinie. |
| Markenanmeldung DPMA | ab 290 € Amtsgebühr | Drei Klassen, zzgl. anwaltlicher Recherche und Vertretung. |
Hinweis: Stundensätze für Grafikdesign liegen in Deutschland bei etwa 60–120 €. Rechnen Sie ein Pauschalangebot einmal gegen: Wer ein vollständiges Corporate Design für 600 € anbietet, kann darin keine Recherche und keine Korrekturschleifen eingeplant haben.
Zwei bis sechs Wochen für ein Logo mit Korrekturschleifen, sechs bis zwölf Wochen für ein vollständiges Corporate Design. Eine Markenanmeldung beim DPMA dauert zusätzlich mehrere Monate bis zur Eintragung.
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Weil die Gestaltung der letzte Schritt ist. Davor liegen Wettbewerbsanalyse, Positionierung, mehrere verworfene Richtungen und die Prüfung auf Anwendbarkeit in allen Medien. Ein Portal-Logo überspringt all das – deshalb sieht es oft ähnlich aus wie hunderte andere und lässt sich schwer als Marke schützen.
Nein. Rein beschreibende Zeichen und solche, die bestehenden eingetragenen Marken zu ähnlich sind, werden zurückgewiesen oder später erfolgreich angegriffen. Bei Logos aus Vorlagengeneratoren fehlt zudem häufig die nötige Eigenständigkeit. Eine Recherche vor der Anmeldung kostet einen Bruchteil eines späteren Rechtsstreits.
Mindestens eine Vektordatei (SVG oder EPS) als Original, PNG mit transparentem Hintergrund fürs Web, eine einfarbige Fassung für Stempel und Gravuren sowie eine helle Fassung für dunkle Untergründe. Wer nur eine JPG-Datei erhält, kann das Logo praktisch nicht professionell einsetzen.
Zwei bis vier grundlegend verschiedene Richtungen, aus denen eine ausgewählt und dann verfeinert wird. Angebote mit fünfzig Entwürfen klingen großzügig, bedeuten aber, dass keiner davon durchdacht ist. Qualität entsteht in der Ausarbeitung, nicht in der Menge.
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