Der Businessplan hat zwei völlig verschiedene Zwecke, und die meisten Gründer denken nur an den ersten. Der offensichtliche: Bank und Förderstelle wollen ihn sehen. Der wichtigere: Sie zwingen sich selbst, die unbequemen Zahlen aufzuschreiben – wie viele Kunden Sie im Monat brauchen, was ein Kunde einbringt, wovon Sie im ersten halben Jahr leben. Wer diese drei Zahlen nicht kennt, sollte nicht gründen, unabhängig davon, ob eine Bank den Plan sehen will.
Orientierungswerte für den deutschen Markt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt vom Umfang ab – die verbindliche Zahl steht im Angebot des Anbieters.
| Leistung | Preisspanne | Wofür |
|---|---|---|
| Tagessatz Gründungsberater | 600 – 1.500 € | Erfahrene Berater mit eigener Gründungspraxis liegen darüber. |
| Businessplan-Begleitung | 1.500 – 5.000 € | Struktur, Zahlenteil, Überarbeitung bis zur Bankreife. |
| Finanzplanung separat | 800 – 2.500 € | Umsatz-, Kosten-, Liquiditäts- und Rentabilitätsplanung. |
| Coaching in den ersten Monaten | 600 – 1.200 € je Termin | Begleitung nach der Gründung, oft förderfähig. |
| Erstberatung IHK / Handwerkskammer | meist kostenlos | Guter erster Anlaufpunkt vor jeder bezahlten Beratung. |
Hinweis: Beginnen Sie mit der kostenlosen Erstberatung Ihrer IHK oder Handwerkskammer. Dort erfahren Sie auch, welche Förderprogramme aktuell gelten – die Bedingungen ändern sich häufig, und fast alle setzen die Antragstellung vor Beratungsbeginn voraus.
Ein tragfähiger Businessplan entsteht in vier bis zehn Wochen, abhängig davon, wie klar die Idee bereits ist. Rechnen Sie für Förderanträge und Bankentscheidungen weitere vier bis zwölf Wochen ein.
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Für Bank, Förderstelle und Bürgschaft ja. Ohne Fremdkapital ist er formal nicht nötig – aber der Zahlenteil ist es inhaltlich trotzdem. Wie viele Kunden brauchen Sie monatlich, was bringt ein Kunde ein, wie lange reicht Ihr Geld ohne Umsatz? Wer das nicht rechnet, gründet blind.
Je nach Situation kommen Programme des Bundes und der Länder, Angebote der KfW und Leistungen der Agentur für Arbeit in Betracht. Die Bedingungen und Sätze ändern sich regelmäßig, und praktisch alle setzen die Antragstellung vor Beginn der Maßnahme voraus. Lassen Sie den aktuellen Stand bei IHK, Handwerkskammer oder Wirtschaftsförderung prüfen.
Zu optimistische Umsatzannahmen im ersten Jahr und ein zu knapp bemessener Kapitalbedarf für den privaten Lebensunterhalt. Viele Gründungen scheitern nicht an der Idee, sondern daran, dass der Umsatz drei Monate später kommt als geplant und das Geld vorher ausgeht. Planen Sie Ihre eigenen Lebenshaltungskosten für mindestens sechs Monate ein.
Bevor Sie kündigen, bevor Sie Verträge unterschreiben und bevor Sie Geld ausgeben. Viele Förderprogramme sind ausgeschlossen, wenn die Gründung bereits vollzogen ist. Der erste Termin sollte die kostenlose Erstberatung Ihrer Kammer sein – dort erfahren Sie, was in Ihrer Situation überhaupt möglich ist.
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