Der häufigste Einstiegsweg bei Angriffen auf mittelständische Unternehmen ist keine ausgeklügelte Schwachstelle, sondern eine E-Mail und ein wiederverwendetes Passwort. Entsprechend wirksam sind die einfachen Maßnahmen: Mehr-Faktor-Anmeldung, getestete Sicherungen und geschulte Mitarbeitende. Bevor Sie in Überwachungssysteme investieren, sollten diese Grundlagen stehen – sie kosten wenig und verhindern den Großteil der Vorfälle.
Orientierungswerte für den deutschen Markt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt vom Umfang ab – die verbindliche Zahl steht im Angebot des Anbieters.
| Leistung | Preisspanne | Wofür |
|---|---|---|
| Sicherheitsanalyse / IT-Audit | 2.000 – 10.000 € | Bestandsaufnahme, Schwachstellen, priorisierter Maßnahmenplan. |
| Penetrationstest | 5.000 – 25.000 € | Kontrollierter Angriffsversuch mit dokumentiertem Bericht. |
| Laufende Überwachung | 5 – 25 € je Arbeitsplatz und Monat | Erkennung und Reaktion auf verdächtiges Verhalten. |
| Schulung der Belegschaft | 500 – 3.000 € je Termin | Erkennen von Betrugsversuchen, sicheres Verhalten im Alltag. |
| Reaktion auf Vorfall | 150 – 300 € je Stunde | Eindämmung, Analyse, Wiederherstellung – im Ernstfall meist Wochenendarbeit. |
Hinweis: Prüfen Sie vorab Ihre Betroffenheit von NIS-2. Die Richtlinie erweitert den Kreis der verpflichteten Unternehmen erheblich und bringt Meldepflichten sowie persönliche Verantwortung der Geschäftsleitung mit sich. Die Einschätzung sollte am Anfang stehen, nicht am Ende.
Eine Sicherheitsanalyse dauert zwei bis sechs Wochen, ein Penetrationstest ein bis vier Wochen zuzüglich Bericht. Die Umsetzung der Maßnahmen erstreckt sich je nach Befund über mehrere Monate.
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Mehr-Faktor-Anmeldung für alle von außen erreichbaren Dienste, getestete Sicherungen an einem getrennten Ort, zeitnahe Updates, ein Rechtekonzept ohne dauerhafte Administratorrechte im Alltag und geschulte Mitarbeitende. Diese fünf Punkte verhindern einen Großteil der Vorfälle und kosten deutlich weniger als jedes Überwachungssystem.
Die Richtlinie erfasst über die kritische Infrastruktur hinaus zahlreiche weitere Sektoren und erheblich mehr Unternehmen als die Vorgängerregelung, gestaffelt nach Größe und Branche. Betroffene Unternehmen müssen Risikomanagement betreiben, Vorfälle fristgebunden melden, und die Geschäftsleitung trägt persönliche Verantwortung. Lassen Sie Ihre Betroffenheit fachlich prüfen – die Selbsteinschätzung liegt häufig daneben.
Deutlich mehr als die Vorbeugung. Neben der technischen Wiederherstellung entstehen Produktionsausfall, Meldepflichten gegenüber Aufsichtsbehörden und Betroffenen, mögliche Bußgelder und Vertrauensverlust bei Kunden. Bei Verschlüsselungsangriffen liegen mittelständische Unternehmen regelmäßig mehrere Tage bis Wochen still.
Nein. Klassische Virenschutzprogramme erkennen bekannte Schadsoftware. Aktuelle Angriffe nutzen jedoch gestohlene Zugangsdaten, Täuschung von Mitarbeitenden und legitime Systemwerkzeuge – dagegen hilft kein Signaturabgleich. Wirksam sind mehrere Schutzebenen: Zugangssicherung, Rechtebeschränkung, Überwachung und geschulte Menschen.
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