Bei Antennentechnik wird meist an der falschen Stelle gespart. Die Schüssel selbst kostet wenig – der Aufwand liegt in der fachgerechten Montage, der Ausrichtung und vor allem der Verteilung im Gebäude. Ein billig verlegtes Koaxialkabel oder eine unsaubere Steckverbindung erzeugt Bildaussetzer, die später mühsam gesucht werden müssen. Und beim Blitzschutz ist Selbstbau nicht nur riskant, sondern kann den Versicherungsschutz kosten.
Orientierungswerte für den deutschen Markt. Was Sie tatsächlich zahlen, hängt vom Umfang ab – die verbindliche Zahl steht im Angebot des Anbieters.
| Leistung | Preisspanne | Wofür |
|---|---|---|
| SAT-Anlage Einfamilienhaus | 400 – 1.200 € | Schüssel, Empfangskopf, Montage, Ausrichtung, ein bis vier Anschlüsse. |
| Mehrfamilienhaus mit Verteilanlage | 2.000 – 10.000 € | Abhängig von Wohneinheiten und vorhandener Verkabelung. |
| Zusätzliche Anschlussdose | 80 – 250 € | Inklusive Leitung, je nach Verlegeweg. |
| Stundensatz Antennenbau | 60 – 100 € zzgl. Anfahrt | Für Störungssuche und Erweiterungen. |
| Blitzschutz und Erdung | 300 – 1.500 € | Pflicht bei Montage über Dachfirst oder freistehend. |
Hinweis: Erdung und Potentialausgleich sind kein optionales Zubehör. Bei fehlender oder unsachgemäßer Ausführung kann im Schadensfall der Versicherungsschutz entfallen – lassen Sie sich die fachgerechte Ausführung schriftlich bestätigen.
Eine Anlage im Einfamilienhaus ist an einem Tag montiert. Eine Verteilanlage im Mehrfamilienhaus dauert je nach Wohneinheiten zwei bis zehn Arbeitstage. Bei Gerüstbedarf verlängert sich die Vorlaufzeit.
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Satellit bietet die größte Programmvielfalt ohne laufende Grundgebühr, benötigt aber Montage und freie Sicht nach Süden. Kabel ist bequem, kostet monatlich und ist nicht überall verfügbar. Fernsehen über das Internet setzt eine stabile Verbindung mit ausreichender Bandbreite voraus. Für Mehrfamilienhäuser ist Satellit mit Verteilanlage häufig die wirtschaftlichste Dauerlösung.
Nicht ohne Weiteres. Die Anbringung an der Fassade oder am Dach berührt die Bausubstanz und bedarf grundsätzlich der Zustimmung des Vermieters. Gerichte wägen im Einzelfall zwischen Informationsfreiheit und Eigentumsrecht ab – wenn Kabelanschluss oder Internetfernsehen verfügbar sind, überwiegt meist das Interesse des Vermieters. Holen Sie die Zustimmung vorab schriftlich ein.
Regen dämpft das Satellitensignal, das nennt sich Regendämpfung. Wenn Aussetzer schon bei leichtem Niederschlag auftreten, ist meist die Reserve zu knapp – Ursachen sind eine zu kleine Schüssel, ungenaue Ausrichtung, ein alter Empfangskopf oder feuchte Steckverbindungen. Ein Messgerät findet die Ursache schnell.
In Deutschland genügt für die gängigen Satelliten meist ein Durchmesser von 80 Zentimetern. Kleinere Schüsseln funktionieren bei gutem Wetter, verlieren aber bei Regen zuerst das Signal. In Randlagen und für zusätzliche Satellitenpositionen ist mehr Durchmesser sinnvoll – der Preisunterschied ist gering, die Stabilität deutlich besser.
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